Bildrechte & DSGVO in der Video-Postproduktion: So vermeidest du rechtliche Fallstricke

Erfahre hier, wie du in der Video-Postproduktion Bildrechte und DSGVO richtig umsetzen kannst – von Einverständniserklärungen bis zu sensiblen Themen. Jetzt mehr erfahren!

Einleitung

In der Video-Postproduktion geht es nicht nur um Schnitt, Farbkorrektur und Sounddesign – auch rechtliche Aspekte wie Bildrechte und die DSGVO spielen eine zentrale Rolle. Werden diese ignoriert, kann das teure Abmahnungen oder sogar Imageschäden zur Folge haben. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie Sie rechtliche Fallstricke vermeiden und Ihre Videos DSGVO-konform gestalten.


1. Wer darf im Bild sein? Einverständniserklärungen in der Video-Postproduktion

Bevor ein Video veröffentlicht wird, muss klar sein: Wer ist im Bild zu sehen, und hat diese Person zugestimmt?

  • Mitarbeiter:innen:
    Auch wenn Mitarbeiter:innen oft im Rahmen ihrer Tätigkeit gefilmt werden, ist eine schriftliche Einverständniserklärung ratsam. Ausnahmen gelten nur, wenn dies im Arbeitsvertrag geregelt ist.

  • Kund:innen:
    Kund:innen müssen immer explizit zustimmen, bevor sie in Videos gezeigt werden. Besonders bei Kindern ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich.

  • Passant:innen:
    In öffentlichen Räumen gilt die „Beiwerk“-Regelung: Passant:innen dürfen gefilmt werden, solange sie nicht im Fokus stehen. Sobald sie erkennbar sind, ist eine Einwilligung Pflicht.

Praktische Tipps:

  • Verwenden Sie Musterverträge (Model Releases), um Einverständniserklärungen rechtssicher zu dokumentieren.

  • Nutzen Sie digitale Tools wie EasyRelease oder Pixsy, um Einwilligungen schnell und effizient einzuholen.


2. DSGVO in der Video-Postproduktion: Was Sie beachten müssen

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) regelt, wie personenbezogene Daten – also auch Videos und Fotos – gespeichert und genutzt werden dürfen.

  • Speicherung & Nutzung:
    Personenbezogene Daten dürfen nur verwendet werden, wenn die betroffene Person explizit zugestimmt hat. Die Zustimmung muss freiwillig, informiert und widerrufbar sein.

  • Recht auf Löschung:
    Betroffene können ihre Einwilligung jederzeit widerrufen. In diesem Fall müssen die Daten unverzüglich gelöscht werden.

Tipp: Halten Sie in Ihren Verträgen fest, wie lange die Daten genutzt werden dürfen (z. B. „für 2 Jahre auf Social-Media-Plattformen“).


3. Sensible Themen: Politisch, religiös, ethisch

In der Video-Postproduktion können bestimmte Themen schnell heikel werden. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt:

  • Politische Inhalte:
    Vermeiden Sie es, politische Symbole oder Parteien zu bevorzugen oder zu diskriminieren. Neutralität ist hier der Schlüssel.

  • Religiöse Inhalte:
    Respektieren Sie religiöse Symbole und Praktiken. Karikaturen oder diskriminierende Darstellungen sollten tabu sein.

  • Ethische Grenzen:
    Inhalte, die Gewalt, Hass oder Diskriminierung fördern, haben in der Video-Postproduktion nichts zu suchen.

Fallbeispiele:

  • Was geht?: Ein Video über ein Stadtfest, bei dem Passant:innen als Beiwerk zu sehen sind.

  • Was geht nicht?: Ein Video, das eine erkennbare Person ohne Einwilligung in einem peinlichen Moment zeigt.


4. Praktische Checkliste für rechtssichere Video-Postproduktion

Um rechtliche Risiken zu minimieren, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  1. Einverständniserklärungen einholen:

    • Klären Sie den Nutzungszweck (z. B. Social Media, Website).

    • Dokumentieren Sie die Zustimmung schriftlich oder digital.

    • Informieren Sie über das Widerrufsrecht.

  2. DSGVO-konforme Speicherung:

    • Speichern Sie personenbezogene Daten sicher und nur so lange wie nötig.

    • Halten Sie Löschfristen in Verträgen fest.

  3. Sensible Themen respektvoll behandeln:

    • Vermeiden Sie polarisierende oder diskriminierende Inhalte.

    • Holen Sie bei kritischen Themen Feedback von Experten ein.

  4. Tools nutzen:

    • EasyRelease: Für einfache Erstellung und Verwaltung von Model-Release-Formularen.

    • Pixsy: Zur Überwachung und Durchsetzung von Bildrechten.


Fazit

Bildrechte und die DSGVO sind in der Video-Postproduktion keine lästigen Pflichten, sondern essenzielle Bestandteile eines professionellen Workflows. Mit klaren Einverständniserklärungen, DSGVO-konformer Datenspeicherung und respektvollem Umgang mit sensiblen Themen schützen Sie sich vor rechtlichen Risiken und schaffen vertrauenswürdige Inhalte.

Nutzen Sie unsere Checkliste und Tools wie EasyRelease, um Ihre Video-Produktion rechtssicher zu gestalten – und konzentrieren Sie sich auf das, was wirklich zählt: großartige Videos, die Ihre Zielgruppe begeistern.

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