Wer „Video schneiden lassen Preise" sucht, findet alles zwischen 20 € und fünfstellig – und keine Erklärung, warum. Hier ist sie. Wir sind selbst Anbieter, deshalb sagen wir vorab, wo wir stehen: Unser Einstieg liegt bei 399 € inklusive Mehrwertsteuer. Der Rest dieses Artikels versucht trotzdem, fair zu sein – auch gegenüber den Anbietern, die günstiger oder teurer sind als wir.
Die kurze Antwort
Ein kurzes Video – Social-Clip, Kurzvortrag, Produktvideo aus vorhandenem Material – kostet bei einem professionellen Cutter in Deutschland 300 bis 600 €. Ein Imagefilm oder Recruitingfilm mit Material aus mehreren Drehtagen, Grafik, Farbkorrektur und Sounddesign liegt im Schnitt bei 1.000 bis 3.000 €. Agenturen mit Konzeption, Projektleitung, Sprecher und Musikkomposition beginnen dort, wo dieser Bereich endet. Darunter gibt es Massenanbieter und Freelancer-Plattformen ab 20 bis 40 € – mit Einschränkungen, zu denen wir gleich kommen.
Wovon der Preis tatsächlich abhängt
Menge des Rohmaterials. Der größte Kostenfaktor, und der am häufigsten unterschätzte. Fünf Minuten Material sichtet man in fünf Minuten. Sechs Stunden von zwei Kameras sichtet man in zwei Arbeitstagen – bevor der erste Schnitt gesetzt ist. Wer Preise vergleicht, sollte fragen, wie viel Rohmaterial im Preis steckt; bei Paketpreisen ab 39 € sind es oft fünf Minuten.
Ziellänge und Anzahl der Fassungen. Ein Dreiminüter kostet weniger als ein Zwanzigminüter, aber nicht proportional – die Sichtung fällt einmal an. Zusätzliche Formate (Hochformat für Reels, Quadrat für den Feed) kosten pro Stück, weil sie neu gerahmt werden, nicht nur beschnitten.
Was außer Schnitt noch drinsteckt. Farbkorrektur und Grading, Tonreinigung und Mix, Grafikanimationen, Untertitel, Musiklizenzen, Stockmaterial, Sprecher – jede Position ist eigene Arbeit oder eigene Lizenz. Ein Angebot, das sie einzeln nennt, ist ehrlicher als eines, das „alles inklusive" verspricht.
Korrekturrunden. Manche Anbieter rechnen jede Änderung extra, andere haben eine Runde drin, wieder andere alle Änderungen im laufenden Prozess. Das steht selten auf der Preisseite, entscheidet aber über die Endsumme.
Termin. Unter einer Woche wird es bei fast allen teurer; Expresszuschläge von 25 bis 50 Prozent sind üblich.
Die Preisklassen im Vergleich
Freelancer-Plattformen und Massenanbieter (20 bis 100 €). Du bekommst das Aneinanderreihen von Clips nach Vorlage, oft von Cuttern außerhalb Deutschlands, mit Musik aus der Standardbibliothek. Für einen Gaming-Clip oder ein Meme reicht das. Für ein Video, das Kunden sehen sollen, meist nicht: keine Sichtung, keine Auswahl, keine Farbkorrektur, keine Verantwortung für Lizenzen – wenn YouTube das Video wegen der Musik sperrt, ist das Dein Problem.
Professionelle Cutter und kleine Studios (300 bis 1.500 €). Hier arbeitet jemand, der das Material vollständig sichtet, Entscheidungen trifft, Ton und Farbe angleicht, Musik lizenziert und für das Ergebnis geradesteht. Der Preis ist meist ein Festpreis nach Vorgespräch. Das ist die Klasse, in der wir arbeiten – und für die meisten Unternehmensvideos, YouTube-Kanäle und privaten Filme die sinnvolle.
Agenturen und Produktionsfirmen (ab 3.000 €). Konzept, Drehbuch, Dreh, Schnitt, Grafikdesign, Sprecher, Projektleitung – aus einer Hand. Der Schnitt ist dort ein Posten unter vielen. Sinnvoll, wenn Du kein Material hast und niemanden, der das Projekt führt. Nicht sinnvoll, wenn das Material schon da ist und nur geschnitten werden muss.
Stundensatz oder Festpreis?
Cutter rechnen in Deutschland mit Stundensätzen zwischen etwa 50 und 120 €, je nach Erfahrung und Region. Ein Festpreis ist die ehrliche Schätzung dieser Stunden, bei der der Cutter das Risiko trägt, sich verschätzt zu haben. Für Dich als Auftraggeber ist der Festpreis fast immer besser – vorausgesetzt, das Vorgespräch war gründlich und das Material ist beschrieben. Misstrauisch werden solltest Du bei „ab"-Preisen ohne Angabe, was drin ist, und bei Stundensätzen ohne Obergrenze.
Und mit KI?
KI-Werkzeuge schneiden Rohmaterial in Sekunden zu einem ersten Entwurf – kostenlos oder für ein Abo. Was sie liefern, ist ein Rohschnitt, den jemand prüfen, korrigieren und veredeln muss. Bei uns steckt KI genau da, wo sie Zeit spart: Transkript, Sichtung, Sortierung, Erstschnitt. Danach übernimmt der Cutter. Der Effekt für Dich: Der Preis sinkt, der Anspruch nicht. Für den Sonderfall „viele Handyclips von vielen Leuten" bauen wir gerade AutoCut, unsere automatische Schnitt-Pipeline.
Drei Beispielrechnungen
Vortrag kürzen: 40 Minuten Aufzeichnung, Ziel 8 Minuten für YouTube, Bauchbinde, Musik im Intro, Untertitel. Bei uns: 399 € Schnitt plus 48 € Untertitel – 447 € inklusive Mehrwertsteuer.
Recruitingclip aus dem Imagefilm-Dreh: 90 Minuten Material, 60 Sekunden Clip in 16:9 und 9:16, Grafik im Corporate Design. Schnitt nach Aufwand, zweites Format ab 107 € – typisch 600 bis 900 €.
Imagefilm: Zwei Drehtage, 4 Stunden Material, 3 Minuten Film, Farbgrading, Sounddesign, Logo-Animation ab 535 €, lizenzierte Musik ab 71 €. Festpreis nach Vorgespräch – meist zwischen 1.500 und 3.000 €.
Alle unsere Preise stehen auf der Startseite unter Preise; was im Schnitt genau passiert, auf der Seite Video schneiden lassen. Und wenn Du wissen willst, was Dein Video kostet: Zwei Sätze zu Material und Ziel reichen für einen Festpreis.
Häufige Fragen zu Preise & Kosten
Was würde Dein Video kosten?
Zwei Sätze zu Material und Ziel reichen – wir antworten in der Regel am nächsten Werktag mit einem Festpreis. Kostenlos und unverbindlich.
Lieber telefonieren? 0 22 52 – 546 28 94