Zwei Kameras, ein Handy und eine Drohne – und jede sieht die Welt anders. Ohne Farbkorrektur springt der Look bei jedem Schnitt: mal kühl, mal warm, mal flau, mal knallig. Mit Farbkorrektur sieht der Film aus, als wäre er an einem Tag mit einer Kamera entstanden. Und mit Grading bekommt er den Look, an dem man Deine Marke erkennt.
Die beiden Begriffe werden oft vermischt, meinen aber zwei Schritte. Die Farbkorrektur ist Technik: Weißabgleich, Belichtung, Kontrast und Sättigung werden Clip für Clip so eingestellt, dass alles zusammenpasst und Hauttöne natürlich sind. Das Grading ist Gestaltung: Auf die korrigierten Bilder legen wir einen Look, der zur Stimmung des Films und zur Farbwelt Deiner Marke passt. Beides zusammen macht den Unterschied zwischen „gedreht“ und „produziert“.
Farbkorrektur: alles aus einem Guss
Jeder Clip wird einzeln angesehen und angeglichen. Der Weißabgleich stimmt, wenn Weiß weiß ist und Haut nicht ins Grüne oder Rote kippt. Die Belichtung stimmt, wenn Schatten Zeichnung behalten und Lichter nicht ausfressen. Der Kontrast stimmt, wenn das Bild Tiefe hat, ohne hart zu werden. Dann werden die Clips einer Szene aneinander angeglichen, damit der Wechsel zwischen zwei Kameraperspektiven nicht sichtbar ist. Material in Log- oder flachen Profilen wandeln wir sauber, statt es mit einer Standard-Vorlage zu überfahren.
Hauttöne sind dabei der Maßstab. Ein Himmel darf etwas blauer sein, als er war; ein Gesicht darf es nicht. Wir arbeiten mit Scopes, nicht nur nach Augenmaß – so bleibt das Ergebnis auf jedem Bildschirm verlässlich, nicht nur auf unserem.
Grading: der Look Deiner Marke
Warm und nah für Handwerk, Familie und Gastronomie. Cinematisch mit Tiefe und Kontrast für Imagefilm und Trailer. Clean und hell für Technik, Software und Erklärvideos. Ein Look ist eine Entscheidung, und wir treffen sie gemeinsam mit Dir – am besten anhand von zwei, drei Vorschlägen auf einer echten Szene aus Deinem Film. Der gewählte Look wird auf den ganzen Film angewendet und so gespeichert, dass Dein nächstes Video denselben Charakter bekommt.
Dazu gehört, das Grading zurückhaltend einzusetzen. Ein Look, der jedem Bild dieselbe orange-blaue Färbung überstülpt, sieht nach zwei Jahren alt aus. Wir suchen den Punkt, an dem der Film gestaltet wirkt, aber nicht gefiltert.
Wann Farbkorrektur besonders wichtig ist
Material aus mehreren Quellen. Eigene Aufnahmen, Handyclips von Mitarbeitenden, Drohnenbilder, Archivmaterial, KI-Clips: Je gemischter die Herkunft, desto mehr entscheidet die Angleichung darüber, ob der Film wie ein Film aussieht.
Produkte und Markenfarben. Wenn das Produkt in der richtigen Farbe erscheinen muss oder das Corporate Design eine feste Farbwelt vorgibt, wird aus Geschmack eine Vorgabe. Wir halten uns daran und prüfen die Farben im Bild gegen Deine Werte.
Schwieriges Licht. Mischlicht aus Neonröhren und Tageslicht, Gegenlicht, zu dunkle Räume, Grünstich aus der Halle: Vieles davon lässt sich in der Korrektur retten – und wir sagen Dir vorher, was nicht.
So läuft es ab
Farbkorrektur ist Bestandteil jedes Videoschnitts bei uns; im Expert-Paket sind Farb- und Tonkorrekturen ausdrücklich enthalten. Beim Grading zeigen wir Dir zwei bis drei Looks auf einer Szene, Du entscheidest, und das Ergebnis siehst Du wie gewohnt über Frame.io mit Kommentaren direkt im Bild. Hast Du ein fertig geschnittenes Video, das flau oder uneinheitlich aussieht, kannst Du Farbkorrektur und Grading auch einzeln beauftragen – schick uns die Datei, wir schauen sie an und melden uns mit einem Angebot.
So sieht das in der Praxis aus
Drei Ausschnitte aus der Arbeit. Antippen zeigt sie groß.
Häufige Fragen zu Farbkorrektur
Farbkorrektur anfragen
Erzähl uns in zwei Sätzen, was Du hast und was rauskommen soll. Wir melden uns in der Regel am nächsten Werktag mit einem Angebot zum Festpreis.
Lieber telefonieren? 0 22 52 – 546 28 94